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Startseite Artikel Gott und die Welt Am 31. Oktober ist Reformationstag - wen interessiert da noch Halloween?
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Am 31. Oktober ist Reformationstag - wen interessiert da noch Halloween? PDF Drucken
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Menschen haben schon immer an Geister geglaubt, auch als Europa längst "christianisiert" war. In Irland hatte man vor allem am Tag vor dem ersten November große Angst. Denn man glaubte, dass dann die Geister der Toten, die als Menschen böse gewesen waren, auf die Erde kommen, um in den Körpern der Menschen zu wohnen.

So erzählte man sich von Jack, einem kleinen Jungen, der oft böse gewesen war. Dann bekam er eine schlimme Krankheit und starb. Zur Strafe musste Jack als Geist mit einer Kürbislampe in der Hand durch die Welt ziehen. Soweit die Sage!

Aber die Kinder in Irland haben sie gerne gehört, vielleicht wurde sie ja auch zur "Erziehung" eingesetzt. Auf jeden Fall machten sich die Kinder daraus einen Spaß, Kürbislampen zu basteln, und spuckend durch das Dorf zu gehen. Mit diesem Spaß haben sie ihre eigene Angst versteckt, denn eigentlich hatte jedes Kind im Dunkeln ein bisschen Angst...

Am 31. Oktober 1517 trat Martin Luther auf. Er wusste bestimmt nichts von Halloween – aber er wusste, dass Menschen Angst hatten, und das nicht nur am 31.Oktober. Sie hatten Angst vor Gott. Päpste und Priester erzählten ihnen, dass Gott sie wegen ihrer Sünden bestrafen werde, dass sie in die Hölle kommen, wenn sie nicht gut waren im Leben. Alle hatten Angst zu sterben, Angst vor Gott. Nun gab es einen raffinierten Kirchenmann, der ließ sich ein Geschäft mit der Angst einfallen: "Ablass" – wer der Kirche Geld gibt, zahlt seine Strafe ab, dem tut Gott nichts mehr. Die Leute hungerten lieber, und bezahlten das Geld, um ja nicht in "Höllenqualen" für ewig zu sein.

Luther war empört. Und er war (fast) der erste, der mutig war, das laut zu sagen. An seine Kirchentür schlug er 95 Thesen, Sätze, die allen bekannt machten, dass das mit der Angst nicht stimmt. Denn in der Bibel steht es anders. In der Bibel steht, dass Gott Schuld vergibt. Wer an Jesus glaubt, braucht keine Angst zu haben. Keine Angst vor Strafen Gottes – oder vor Geistern wie Jack.

Und der Unterschied?

Halloween ist ein Spaß, der die Angst versteckt. Reformationstag ist ein Fest, das die Angst verjagt. "Süßes oder Saures" der Spruch der Kinder an den Türen – macht im Grunde Angst. Man weiß ja nie ...

Halloween ist deshalb sehr mittelalterlich. Mut machen statt gruseln heißt es seit Jesus . Und das feiern wir am 31.Oktober jeden Jahres – weil wir viel Mut brauchen für uns in dieser Welt und Zeit.

 

Herzliche Einladung zu den
 

Reformationsgottesdiensten

am 31. Oktober um 9:30 und 19:00 Uhr
in der Kirche im Stadtpark.