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Du sollst dir nicht ein Bild machen von Gott - dürfen's mehr sein? PDF Drucken
Geschrieben von: Admin   
Mit Konfirmandinnen und Konfirmanden auf der Suche nach eigenen und überlieferten Gottesbildern.

konfikursa1_3Das Bilderverbot spielt in der jüdisch-christlichen Tradition eine wesentliche Rolle und war immer wieder in der Geschichte Stein des Anstoßes. Vom Bilderstreit in der alten Kirche bis zu den Bilderstürmen in den Umbrüchen der Reformation gehen die zum Teil sehr gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Was hat es auf sich mit diesem Verbot, sich ein Bild von Gott zu machen? Dieser Frage sind wir im ersten Kurs unserer Gruppe (A) einen ganzen Nachmittag nachgegangen. Inspiriert von Darstellungen Gottes in Kunst und Kitsch haben wir uns selbst ans Werk gemacht und Hand angelegt an unserem eigenen Bild von Gott. Nicht nur, dass dabei ganz großartige Kunstwerke entstanden sind – wir sind einen Schritt weiter gegangen und haben gefragt, was „dieser" Gott besonders gut kann: Lieben, streiten, trösten, Spaß haben usw.

konfikursa1_2Die bekannten (?) Bilder aus der Bibel – der Gute Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn, der gute Hirte in Psalm 23, feuerspeiend in der Geschichte von Sodom und Gomorrah und knallhart rechnend im Gleichnis von den anvertrauten Talenten – haben wir ebenfalls kreativ gestaltet.

Schließlich haben wir Alltagsgeschichten gehört und gemeinsam entscheiden müssen, „welcher" Gott in dieser Geschichte am besten ans Werk gehen soll: Einer, der liebt, oder einer, der die Macht hat, oder einer, der Geborgenheit gibt, usw.

Aber was, wenn ich diese verschiedenen Bilder von Gott nicht mehr verschieben kann, wie auf unserem Spielfeld? Was, wenn ich ein Bild von Gott habe, das nur Macht hat, aber keine Liebe geben kann? Das nur Liebe hat, aber keine Macht, in meine Situation auch einmal wirksam einzugreifen? Schnell wurde uns klar und deutlich, dass wir uns keine feste Vorstellung von Gott machen dürfen, weil Gott immer noch mehr und auch anders ist, als wir ihn uns vorstellen können.

Manchmal muss es einfach mehr sein!